Studentenleben

17. November 2009 at 00:11 (Uncategorized)

Warum gehen Studenten freiwillig zu einer Werbeveranstaltung eines Sprachreisen-/ Auslandsstudiumsanbieter? Warum hören sie sich 1 ½ Stunden Gequassel auf Spanisch an? 1 ½ Stunden, die am Ende in einem 10 minütigen Film erneut um einiges effektiver Zusammengefasst werden? Ich habe es ausprobiert und am eigenen Leib erfahren.

Weil es eine kostenlose Veranstaltung ist, bei der es am Anfang kleine Geschenktüten mit unter anderem einem T-Shirt drin gibt und am Ende Free Food and Drinks.

Die letzten Minuten der 1 ½ Stunden rücken näher. Die Geräuschkulisse wird zunehmend von Magenknurren bestimmt. Seit zwei tagen habe ich weder gegessen noch getrunken, weil ich weiß, dass es nach dem Vortrag etwas typisch Spanisches geben soll. Schinken, Brot und am Ende auch Gebäck. Aus den Augenwinkeln nehme ich noch wahr, wie sich der Dozent für die Aufmerksamkeit bedankt, doch da stürme ich schon mit den anderen Leuten aus dem Saal zum Buffet. Ich beginne am ersten Stand mit Brot, welches mit Marmelade und Käse belegt ist. Egal. Ich habe Hunger. Ich futtere mich durch mit Paprikapaste und Leberwurst bestrichenen Broten. Ich mag eigentlich ncht so gerne Leberwurst. Egal. Ich habe Hunger. Als ich sehe, dass in der Küche der ganze Kühlschrank bis obenhin mit Bionade gefüllt ist nehme ich mir auch eine. Einige Studenten haben sich schon mit zwei drei Flaschen in der Tasche aus dem Staub gemacht. Ich nicht. Ich halte durch. Unterhalte mich noch mit einem der Werber über die Speisen und Esse weiter Weißbrot mit Schinken bis endlich das Dessert kommt. Kleine Kuchen und Kekse. Eigentlich platz ich schon fast, aber so spar ich mir auch das Essen in den nächsten zwei Tagen und als Student muss man ja sparen wo man kann.

Gesättigt und zufrieden rollen wir nach Hause. Spanien, denke ich. Ja, vielleicht verbringe ich mal etwas Zeit in „Castilla y Leon“ (Schleichwerbung, aber so viel wie ich gegessen habe, kann ich die auch anpreisen). Der Film hat mir wirklich Lust gemacht mal wieder was anderes zu entdecken!

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Werder Bremen vs. Hertha/ Union/ Dynamo…

18. Oktober 2009 at 09:30 (Uncategorized)

Eigentlich hieß die Partie gestern Werder vs. Hoffenheim und ging 2:0 aus, aber da ich das ja aus Berliner Sicht sehe…

Fußball scheidet seit jeher die Nation. Nicht wie vor 20 Jahren durch eine Mauer in Ost und West, sondern, overflächlich betrachtet, zunächst in 18 Teams. Um tiefer man gräbt, desto mehr und kleinere Fangemeinden wird man entdecken können. Welcher Mannschaft man selbst huldigt ist dabei meistens Geburts- oder Erziehungssache. Die fußballerische Zerrissenheit meiner Familie zwischen Hertha BSC Berlin und Eisern Union zwang mich schon in frühen Jahren zu einer Entscheidung. Dass ich mich aus einer Trotzreaktion heraus für den 1. FC Kaiserslautern entschied ist eine lange Geschichte (eigentlich genau 90 min lang). Damals war ich überzeugt davon, dass eine Mannschaft mit der Unterstützung der Fans steht und fällt und der 1. FCK hat in besagten 90 min zur Freude meines kleinen Bruders ziemlich versagt. Jahrelang verfolgte ich die konstant eher zweifelhaften Leistungen der Lauterer und freute mich wie Bolle über jeden Sieg! Doch sein wir mal ehrlich, eine so entstandene Fanbeziehung kann nicht ewig halten. Da ich mich also nie richtig mit Kaiserslautern identifizieren konnte (wo liegt das eigentlich :D ) werde ich meine Aufmerksamkeit jetzt Werder Bremen zuwenden (neben den Blackburn Rovers aus der Premier League versteht sich, aber das ist eine ganz andere Geschichte).

Fußball an sich ist meiner Meinung nach der schönste Sport, den es gibt. Um aus dem „Wunder von Bern“ zu zitieren: „24 Männer, die einem kleinen Ball hinterher rennen“ – „22″! So simpel und do ist es quasi eine internationale Sprache. In aller Welt trifft man Fans der verschiedenen Vereine. Allen voran natürlich: ManUnited, Liverpool, Real Madrid und Bayern München. In erster Linie wahrscheinlich weil sie mit Kohle um sich schmeißen sie Spieler aus aller Welt für sich verpflichten. Das verbindet. Und auch die Internationalen Wettkämpfe sorgen für Unterhaltung und kulturellen Austausch!

Doch wenn ich sagen sollte was das tollste an Fußball ist, so sind es die 90 Minuten, in denen man alles andere vergisst, wo man sich nur auf den Rasen konzentriert. Wo einen keiner für Irre hält weil man literweise Bier und Würstchen trinkt schreit und schimpft und jubelt.

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Hello World!

16. Oktober 2009 at 13:53 (Uncategorized)

Hallo World Bremen!

Jetzt mal ehrlich, manchmal ist das Leben doch um einiges Überraschender als man erwartet.

Ich gehe aufgeregt auf und ab, während ich in mein Handy spreche. „Ahhh“ schreie ich erst voller Überraschung ob einer unglaublichen Neuigkeit, dann zieh ich diesen Ausruf zu einem „Auuuu“, weil ich mir gerade den Fuß an der Treppe gestoßen habe. „Mist“, denke ich. „Danke, und chau“, sage ich. Ich setzt mich einen Moment auf die Treppe. Ich befinde mich gerade in einem kleinen Dörfchen in Mecklenburg-Vorpommern. Den Tag habe ich in Greifswald verbracht, um mir WGs anzuschauen, in die ich zum Studienbeginn einziehen kann. Ja, ich habe mich für den Studiengang „Biologie“ an der Uni Greifswald eingeschrieben und habe mich sehr darüber gefreut. Dennoch hocke ich jetzt verzweifelt auf dieser Treppe. Nein, keine WG-Absage, eine Zusage, aber der etwas anderen Art. Eine Zusage für die Uni Bremen, an die ich doch unbedingt wollte um Kulturwissenschaften zu studieren!

Lange Rede, kurzer Sinn! Jetzt sitze ich in Bremen, in einer netten WG in der Neustadt und grüble über meine Entscheidung. Die Orientierungswoche ist gerade zu Ende gegangen und ich richte mich psychisch darauf ein, am Montag meine erste Vorlesung zu besuchen.

Doch nicht nur die Uni mit ihren Abkürzungen und komplizierten Systemen und Labyrinthen aus Gebäuden und Fluren verwirrt mich, sondern auch Bremen und die Bremer, die ich alle sofort liebgewonnen habe.

Über diese Eigentheiten möchte ich in diesem Blog ein wenig berichten. Darüber und über das ganz normale Uni- und Gedankenchaos! :)

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